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124. Seniorenwanderung, Lenzburg-Villmergen-Wohlen Freitag, 24. November 2017

Zur letzten Seniorenwanderung in diesem Jahr treffen sich 22. Teilnehmer und Hündin „ Petty“. Wir reisen mit der Bahn bis Lenzburg, wo wir uns mit dem obligaten Morgenkaffee stärken, bevor es mit dem Bus weitergeht zur Haltestelle „Fünfweiher“ mitten auf dem Feld. Bis zur Jahrhundertwende gab es im Gemeindebann von Lenzburg eine Anzahl von Weihern, die in Brandfällen das nötige Löschwasser lieferten. Schon bald erreichen wir den Weiher auf unserem Waldweg, der noch besteht, nachdem die anderen Gewässer nach und nach verlandet sind. Wir überqueren die Brücke die den fünften Weiher im waldigen Gebiet südlich von Lenzburg abschliesst. Vor uns steht ein alter Glockenturm, der hier wieder einen neuen Platz gefunden hatte. Im Jahre 1935 wurde dieser Turm in der Stadtkirche von Lenzburg ausgebaut und wurde hier im Jahre 1937 wieder aufgebaut. In diesem Waldstück begegnen wir unverhofft noch dem Samichlaus, alle Teilnehmer wurden mit einem „Bettmümpfeli beschenkt. Auf guten Waldwegen geht die Wanderung auf dem Freiämterweg bergan und wir erreichen bald den Aussichtspunkt „Esterliturm“, der mit einer gut ausgestatteten Grillstelle zum Verweilen einlädt. Unsere Wanderung führt uns weiter bis wir den „Bergpreis“ erreicht haben und unser Blick unten auf der weiten Ebene die Ortschaft Villmergen erscheint. Noch liegt ein gutes Stück des Weges vor uns, immer noch durch waldiges Gebiet und durch raschelndes Laub. Wir nähern uns Villmergen und oberhalb des Friedhofes hat sich ein Zeitgenosse seinen Wohnsitz mit allerhand Sammelsurium rund um sein Haus angehäuft, was andere Bewohner als „Krempel „nicht mehr brauchen konnten. Unten im Ort angekommen, geht die Reise per Bus bis nach Wohlen weiter.

Im Gasthaus zum „Rössli“ hat Jörg unsere Mittagsrast vorgesehen und wir werden bestens verpflegt. Auf 14.30 Uhr ist unser Besuch im Strohmuseum von Wohlen vorgesehen. Das Museum befindet sich in der Fabrikantenvilla, die vom damaligen Besitzer Friederich August Isler im Jahre 1860 erbaut wurde. Umgeben von einer grossen Parkanlage mit seltenen Bäumen, stehen  wir vor dem Eingang dieser Villa, die heute als Museum dient.

Die Dame, die uns durch diese Zeit führen wird empfängt uns auf der Treppe am Eingang zur Villa. Mit viel Wissen und Herzblut erklärt Sie uns den Industriezweig, der Zeuge und kulturelles Erbe aus der Zeit der Industrie der Strohverarbeitung und der Hutgeflechtindustrie präsentiert, welche über 2 Jahrhunderte überdauerte. Was im 18. Jh. mit viel Heimarbeit begonnen hatte, entwickelte sich zu einer exportorientierten Industrie und die Produkte wurden in die ganze Welt versandt. Sie verstand es aber auch, uns diese Zeit der Armut, der Kinderarbeit und der Entbehrungen, die diese Zeit mit sich brachte, näher zu bringen. Die vielfältigen Erzeugnisse und die Kreativität bringen  uns  zum Staunen und Nachdenken.

So verabschieden wir uns nach dieser Führung in tiefen Gedanken, über eine Zeit, die wir uns kaum vorstellen können. Das Strohmuseum ist ein Besuch wert und wird jeden Besucher zum Staunen bringen.

Linda und Jörg Ihr habt uns  zum Jahresschluss ein ganz tolles Erlebnis geschenkt,habt ganz herzlichen Dank dafür.  Dorothée Schmiedehaus

  1. Januar 2017 Tourenleiter: Jörg und Linda Rinderknecht

Witterung:
Milder und schöner Herbsttag

Besonderes:
Mittagessen im Restaurant

Statistik:
Auf 267m / Ab 255m ca. 8km

Teilnehmende: 22 Personen + 1 Wauwau