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Pass digls Orgels, von Bergün nach Preda – 28./29. August 2017

Dem Wetterbericht gehorchend steigen um 9.15 in Bergün 5 Naturfreunde mit Regenutensilien bewaffnet aus dem Zug. Gottseidank brauchen wir alles nicht, der Himmel ist teilweise blau und lässt Sonnenstrahlen durch.

Nach dem Startkaffee im Ladina ziehen wir los durchs schöne Bergdorf, überqueren die Albula und schon im ersten Aufstieg kann auch die Jacke im Rucksack verstaut werden. Gemütlich wandern wir durch den schönen God sur Zinals auf der Abkürzungsroute, erfreuen uns an einem schönen Gämsbock und erreichen die ungenutzten Alpweiden von Uglix. Steil gehts hinauf zum Sattel auf 2357m. Bei P 2397 erfreuen wir uns an den noch nicht verblühten Edelweiss, während die ganz sportlichen noch den Chavagl Grond besteigen.

Nach ausgiebigem Staunen wandern wir hinunter zur Elahütte, wo wir uns einrichten und das herrliche Bergwasser vom Brunnentrog zum Durstlöschen geniessen. Inzwischen sind die beiden Gipfelstürmer auch eingetroffen und wir können mit einem Calanda auf den schönen Tag anstossen.

Bald kommt eine  Dreiergruppe, die auch in der Hütte übernachten wird. Sie übernehmen gleich das Feuer machen und setzen Kaffeewasser  für alle auf. Dann wird gemeinsam das Nachtessen, bestehend aus Suppe, Salat, Tomatenspaghetti und Heidelbeerkuchen, vorbereitet und genossen. Inzwischen ist noch ein Paar in der Hütte eingetroffen. Sie können gleich die verbliebene Glut übernehmen und ebenfalls kochen. Schon beim Eindunkeln um 21 Uhr beziehen wir nach dem Munotglöggli die mit Duvets ausgerüsteten Lager.

Auch am Morgen läuft es rund. Die Dreiergruppe geht früh. Sie machen Feuer im Herd und setzen auch für uns Wasser auf, das gerade zu kochen beginnt, als wir in den Essraum kommen. Das restliche Frühstück hat jeder selbst mitgebracht. Die andern beiden schlafen noch, sie werden dann noch den Boden wischen nach ihrem Morgenessen.

Um halb acht ziehen wir los, nicht die übliche Route direkt zum Elapass, sondern durch das riesige Geröllfeld hinauf zum Pass digls Orgels. Die Felstürme dort am Fuss des Tinzenhorns sehen wirklich wie Orgelpfeifen aus, ein herrlicher Ort. Über Blockschutt gehts hinauf zum Cotschen (2827m), dann über einen Miniaturgletscher und  Grat zum Elapass.

Ein steiler Abstieg mit etlichen Munggenbesichtigungshalten bringt uns am Lai Mort vorbei zu P 2564. Hier beginnt der Aufstieg zum Lai Grond und weiter auf die Fuorcla da Tschitta, wo wir bei herrlichem Alpenpanorama ausgiebig Mittagsrast halten. Wie mag wohl dieser und jener Gipfel heissen? Werden wir zu Hause googeln.

Nun folgt ein kurzweiliger Abstieg durchs Val Tschitta, erst Geröll, dann die schönen Alpweiden der Alp Fallo mit gut genährtem Vieh und auf 2200 Metern Höhe eine schöne grosse Arve. Nach der Alp gibt es immer wieder kurze Pausen, denn die Wacholderbeeren schmecken wunderbar und auch das Auerhuhn auf der Tanne macht uns neugierig, denn bisher sahen wir diese Vögel nur am Boden.

Um 15.30 Uhr haben wir Naz erreicht. Noch 25 Minuten auf dem idyllischen Wanderweg  der Alvra entlang über Egsla hinauf nach Preda, immer im Schatten des Waldes. In Preda empfängt uns das Rumpeln der Baumaschinen. Wir kehren im Kulm ein, löschen gemütlich den Durst und fahren erst mit dem 17.35 Zug zurück ins Unterland.

Gibswil, 30. August 2017

Ella Gnehm

Kosten:
Billette ca 60.00 Fr.,  Hüttentaxe  19 – 27.00 Fr.

Witterung:
1. Tag teils sonnig
2. Tag wolkenlos und klar

Statistik:
22.0 Km
gemütliche 11 Std. Wanderzeit
+2000 (+ 100 für Chavagl) / – 1500 (+ 100 für Chavagl)

Teilnehmende: 5