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47. Samstagswanderung Girenbad – Schauenberg – Elgg 11. März 2017

Zum Starterkaffee trafen sich die ersten acht Teilnehmer im „Stellwerk“ (Bubikon) zu vorzügli­chem Kaffee und diversen Beilagen. Neun weitere gesellten sich später hinzu.

Ab Winterthur ging’s mit dem Bus durch den meisten unbekannte Dörfli (am A*** der Welt?) zum Ausgangspunkt „Zell Hand“ (oberhalb Girenbad/Turbenthal).

Sonne satt, Aussicht super, ein Stückli über den Panoramaweg und bequem zur Burgruine Schauen­berg, die sich – für mich zum erstenmal – ohne Biswind und mit weiter Rundsicht präsentierte.

In möglichst grossen Kehren und fast asphaltfrei (dafür manchmal auf zu weichem Untergrund) hinunter zum Heurütiweiher, der auch als Guwiliweiher bezeichnet wird (was mich beim Vorwandern recht verwirrt hat, da ich meinte, das seien zwei Weiher). Unterwegs sieht man erste Huflattiche und im Bauerngarten schon üppige Frühlingsblumen blühen.

Am beschaulichen Heurütiweiher drehen Blässhühner und Enten gemächlich ihre Runden. Bei Einbruch der Dämmerung soll man hier seltene Fledermausarten beobachten können.

Eine Viertelstunde später sitzen wir schon in der altehrwürdigen Guhwilmüli im ehemaligen Tanzsaal, in dem die gemalte Täferung von 1823 dem Raum noch immer einen gemütlichen Charakter verleiht. Rösti mit diversen Beilagen, Suppen, Fisch, hausgemachte Apfelcreme etc. munden vorzüglich. Ich versuche vergeblich, Mitkneipper für die Kneipp-Stelle im Tobel zu animieren.

Gegen 15 Uhr geht’s dann durchs romantische Fahrenbachtobel, wo erste zarte Bärlauch­spitzen zu sehen und zu riechen sind. Bei der Kneipp-Stelle wird unsere Fotografin vermisst. Sie treibt aber nicht leblos im Bach vorbei, sondern erzählt einige Minuten später von ganz speziellen Motiven, die einfach Zeit brauchen… prima! Nach dem Tobel folgt ein kleiner Schlenker hoch zum Waldrand und übers Feld zum mittelalterlichen Reiterstädtchen Elgg. Vor der grössten spätgotischen Kirche des Kantons legen wir eine Pause ein. Gern wäre ich in die Krypta mit ihrer halbrunden Altar­mensa aus dem 8. Jahrhundert hinabgestiegen, aber der Pfarrer gab uns nur den WC-Schlüssel heraus. Ob er wohl Angst hatte, wir könnten die Altarplatte forttragen?

Am Stadttor vorbei, Richtung Sportplätze, endete beim Bahnhof Elgg unsere gemütliche Wanderung, die – auch Petrus sei Dank – den Äusserungen der Mitwanderer nach zu urteilen sehr gefallen hat.

17 TeilnehmerInnen, sonnig, Wanderstrecke ca. 12km, +270/-500 Hm, Wanderzeit ca. 3:30 Std.

Sonne, sommerliche Wärme und Traumsicht: ein munteres Grüppli von 15 Personen zieht plappernd von der 3. Altmatt zum Steinstossstübli. Nach dem Starterkaffee geht es gemütlich hinauf und via eine längere schattige Waldpassage zum Aegeri-Panoramaweg. Der See und prächtig blühende Blumenwiesen liegen uns zu Füssen.

Vor dem Anstieg zum Schosshüttli wartet jemand ausdauernd auf einen Naturfreund, der schon längst „über alle Berge“ ist. Der geduldige Schlussmann findet sich aber schliesslich auch beim lauschigen Picknickplatz ein, wo das Feuer dank Hansruedi bereits kräftig lodert. Nach genossener Mahlzeit fordert Siegrid zu einem Härtetest auf: „Wer kann am längsten auf einem Bein stehen?“ Wir küren Theres und Carol zu Doppelsiegerinnen.

Bald darauf sind wir auf dem Grasrücken des Morgartenberges, mit einer Fülle von Buschwind­röschen und Krokussen. Die Sicht ist fantastisch, weit im Westen machen einige gar die Eigernord­wand aus. Aber egal wie die Berge alle heissen: es ist ein Privileg, hier oben zu stehen und sie bewundern zu dürfen.

Zum Abstieg teilen wir uns auf, für eine direkte und eine sanftere Route. Um 14:45 stürmen die ersten das Turmcafé in Rothenthurm. Die Nachzügler kommen eine halbe Stunde später und verpassen lieber den nächsten Zug, als auf die anstehende Schlemmer-Rast zu verzichten. Also reisen die letzten 6 Mohikaner gegen 16:30 der Heimat zu. Im Zug stellt sich heraus, dass zwei Herren zwar bezahlt haben, die Billette aber nicht gültig sind. (Gab’s da nicht den Kurs „Billett-Automat bedienen für Senioren“?) Die Kontrolleurin lässt es schliesslich mit einer Ermahnung bewenden.

Besonders gefreut habe ich mich über vier liebe Überraschungsgäste und all die zwanglose Unterstützung. Danke!

Wanderstrecke 12 km, +/- 438/433 Hm, Wanderzeit 3 1/2 bzw. 4 Std, Reise mit öV

Dabei waren 15 Teilnehmende

Siegrid Faehre