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Schneeschuhtour Vorderhöhi 6. März 2017

Fasnachtsmontag, 6. März 2017

Laut Wetterbericht wäre eine Absage der Schneeschuhtour vertretbar. Doch was solls? Nach 3 wetter-und krankheitsbedingten Abmeldungen sind wir noch fünf, gerade richtig für eine gemütliche Tour.

Am 7.03 sitzen alle Teilnehmenden im Voralpenexpress in Rapperswil. Eine halbe Stunde später befinden wir uns im sehr gut besetzten Zug nach Nesslau. Zwei Schullager mit Gepäck und Sportausrüstung sitzen und stehen im Kurzzug. Das Aussteigen braucht Zeit, noch mehr dann das Einsteigen in den Doppelstockbus nach Wildhaus. Nachdem der Gepäckraum gefüllt ist, müssen die restlichen Rollis in den Bus getragen werden. Aber Hut ab vor all diesen Schülern und Leitern, alles läuft so diszipliniert ab. Wäre mit der gleichen Anzahl  Erwachsener kaum machbar gewesen. In Stein können dann unsere Plätze übernommen werden. Wir wünschen der Jungmannschaft ein schönes Ferienlager.

Wir steuern das Kaffee Zieler an. Mit dem Duft von frisch zubereiteten Schoggiosterhasen in der Nase, geniessen wir den Startkaffee mit einer glustigen Beilage.

Um 8.45 starten wir mit aufgeschnallten Schneeschuhen bei milchigem Sonnenschein zum Eggli. Durch die ca 10-15 cm Neuschnee queren wir hinüber zum Dürrenbach und folgen diesem auf dem unsichtbaren Wanderweg aufsteigend . Schon nach 15 Minuten montieren wir die Schneeschuhe und wandern jetzt problemlos im griffigen, immer tieferen Schnee hinauf. Aber auch Stufen und steilere Traversen machen keine Probleme. Wir geniessen das Rauschen der künstlichen Wasserfälle, den schön verschneiten Wald und das unverspurte Gelände, wo wir oft froh sind um die wenigen Wanderwegzeichen.

Beim Badhus, einem ehemaligen Kurbad, kommen wir auf die Alpstrasse. Kurz darauf verlassen wir den Wald. Bis jetzt ist noch keine Schneeflocke gefallen und die Sonne blinzelt ab und zu durch die Wolken. Hier im freien Gelände hat der Wind sein Spiel getrieben. Tiefe Windtrichter und enorme Schneeverwehungen geben der Alp ein eigenartiges Aussehen, das nicht mehr der Karte entspricht. Mit Hilfe des GPS treffen wir im Schärswald wieder auf die Wegzeichen. Gut so, der steile Wald lässt sich auf dem erahnten Weglein gut begehen. Zwei schmale Brücklein mit hoher Schneeauflage zwingen zu einem kurzen Balanceakt, ein Highlight für die Fotografen.

Auf 1440 Metern verlassen wir den Wald und werden von einem bissigen Wind empfangen und angetrieben. Trotz bereits 20-25 cm Neuschnee lässt es sich gut spuren. Unter dem Farestöckli durch gehts auf die Vorderhöhi auf 1535 m. Richi bereitet uns ein einigermassen windgeschütztes Plätzlein für die Mittagspause. Danke. Aufstieg 3 Std.5 Minuten ohne Pausen

Wir sitzen nicht lange, es ist kalt und die Sonne hat sich zurückgezogen. Auf den Gulmen verzichten wir gerne, der Grat ist beinahe aper. So steigen wir bald ab zur Alp Altschen und im Gegenanstieg zur Rossagghütte und Heiken. Schon wärmt uns die Sonne wieder. Da auch der Abstieg vom Chapf übers Girengärtli gerade keinen Genuss bietet, wandern wir durch den Wald zur Bergstation des Skilifts Sell. Er ist nicht in Betrieb. So können wir den Abstieg auf der Skipiste mit der tollen Neuschneeauflage in vollen Zügen geniessen. Ein ganzes Skigebiet für 5 Schneeschuhläufer/-innen. In Untersellen queren wir die Arvenbühlstrasse und folgen dem Wanderweg  über Büttel, dann steil hinunter an den Sellbach, wo wir auf die Strasse nach Stocksitten treffen. Hier werden die Schneeschuhe wieder auf den Rucksack geschnallt. Zu Fuss gehts die 1,5 Km hinunter ins Dorf Amden, wo wir im Rössli unseren Durst stillen und die herrliche Nusstorte mit Kaffee geniessen. Abstieg 1 Std. 45 Min. ohne Pausen

Die 100 Meter zur Busstation Post legen wir dann im Regen zurück

Auf-und Abstiege, Distanz: +800 m, -700 m, 10,5 Km

Reine Wanderzeit: 4 Std. 45 Min.

Schwierigkeitsgrad: WT2

Wetter:  trocken, teils windig, teils wenig Sonne

Lawinenbulletin: erheblich ab 1600m, alle Expositionen

Kosten ÖV: ca 20.00 Fr.

Teilnehmer:  5

Gibswil, 12. März 2017 Ella Gnehm