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Schneeschuhtour Geniesser 09. Januar 2017

Um 8.25 treffen wir 4 Schneeschuhfans uns vor dem Bahnhöflein Gibswil. Aus der Ausschreibung ist die grosse Tour vorgesehen, das Wetter sollte gut sein. Vorschriftsmässig überqueren wir das Bahngeleise beim Bahnübergang und wandern auf dem Radweg durchs Industriegebiet Eschmatt bis zum Linksrank. Hier können die Schneeschuhe angeschnallt werden und der Rucksack ist federleicht. Lustig, alle vier haben die gleichen Schneeschuhe, ausgerüstet mit Patent Margrit.

Die Einlaufstrecke ist kurz, dann geht es bereits steil durch die Weiden hinauf, neben dem Leeberg vorbei und durch die steile Schneise mit Frontzackeneinsatz auf die Waldstrasse. Gemächlich geniessen wir die geringe Steigung  zum Weidestall der Nasenweid. Gleich wird auf dem Sommerweg hinauf zur Oberegg wieder die Beinmuskulatur stark beansprucht. Aber schön ist es hier oben, mit Schweizerfahne, Ruhebank und schöner Aussicht, für eine Rast ist es aber etwas zu kalt. So steigen wir zum Oberegghüttli hinunter und verpflegen uns im Windschatten. Das Beizli ist leider nur an Wochenenden geöffnet, wir hätten einen Kaffee sicher genossen. Vielleicht ein andermal.

Und nochmals geht es steil obsi auf den Dürrspitz. Das leider nur kurze Gratstück hinüber zum Polenweg ist ein Bijou an Wildheit im Tössbergland. Wir geniessen und wandern. Der Polenweg ist gut begehbar, wenn auch von den Skibremsern schon schräg abgefahren. Um  11 Uhr  stehen wir auf der Brandegg und bald vor dem Berggasthaus Scheidegg, am Montag und Dienstag Wirtesonntag. Die beiden Tourenfahrer, die sich gerade zur Abfahrt bereit machen, kennen wir, es sind Norbert und Franz. In schönen Schwüngen fahren die beiden zur Wolfsgrueb hinunter. Wir nehmen für den Abstieg die alte Scheideggstrasse und kommen gerade in der Wolfsgrueb an, als unsere beiden Skiasse die Felle wieder montiert haben. Hier trennen sich unsere Wege, auf Wiedersehen vielleicht im Farner.

Wir entscheiden uns für den angenehmen Aufstieg auf der neuen Waldstrasse durch den märchenhaften Gerwald bis zur Rüti. Die Sonne ist nicht wieder hervorgekommen und Nebelbänke ziehen vorbei. Ab der Rüti ist es nur noch ein kurzer, steiler Katzensprung auf den Farner. Auch wenn die Temperaturen ganz angenehm sind, freuen wir uns auf etwas Warmes in Restaurant der Farneralp, wo man von Margrit und Paul immer so zuvorkommend begrüsst und bedient wird. Wie auch wir, freuen sich viele Schneesportler, dass der Farner immer offen hat.

Um 14 Uhr steigen wir wieder in die Schneeschuhe und beschliessen, die Tour noch etwas auszudehnen. So steigen wir über den Krinnenberg ab, mitten durch Zauberwelt aus Rauhreif. Millionen von zierlichen Nadeln schmücken Bäume, Gräser und Zäune, eine Augenweide, die uns oft zum stillstehen zwingt.

Zügig steigen wir ab zum Tann, weiter zum Briggliweiher und nach einer kurzen Akrobatikeinlage steil durch den Wald ins Giblertobel und über den Bach zum Eiliweiher. Nach einem weiteren kurzen Abstieg stehen wir am wunderschön gelegenen Strickelweiher, passieren das Brücklein zum Damm, wo Margrit die Direttissima zum Strässlein hinunter nimmt, wir andern aber die zahmere Variante bevorzugen. Bei den farbigen Schoggihäusern in Diezikon schnallen wir die Schneeschuhe auf den Rucksack und wandern über Rotwasser – Höchi – Brugglenwäldli zum Bahnhof Wald. Es ist 15.50 und mit nur wenig Wartezeit können wir mit Bus oder Zug die kurze Heimreise geniessen.

Ella Gnehm

TeilnehmerInnen: 4
Wanderzeit: 5Std. 50Min.
Aufstiege: 855 m
Abstiege: 1000 m
Distanz: 13.1 km
Kosten: TL 5.00 und Konsumation
Wetter: erst leicht sonnig, später  Hochnebel, ca minus 2°