Print Friendly, PDF & Email

130. Seniorenwanderung, Unter Viadukten, über Brücken von Herisau bis Spisegg St. Gallen, 28. September 2018

Heute treffen sich 20 wanderfreudige Senioren zur Wanderung. Es erwartet uns ein sonniger Wandertag. Wir reisen bis Herisau und per Bus kommen wir an unseren Ausgangsort Richtung Gübsensee. In St. Gallen Winkeln kommen wir zuerst am Hochspannungs-Umspann- und Schaltwerk vor den Toren St. Gallens vorbei. Jörg erklärt uns deren Funktion für die Elektrizitätsversorgung wichtige Anlage.

Weiter führt uns der Weg zum Gübsensee, der von der Urnäsch und der Sitter gespiesen wird. Der Gübsensee begrüsst uns im morgendlichen Glanzlicht und die Sonne lacht vom blauen Himmel. Ein kurzer Aufstieg und über die Sturzegg bringt uns auf den Abstieg hinunter zur Urnäsch und zur ersten gedeckten Holzbrücke aus dem 18. J.H. oder auch die sprechende Brücke, weil wir hier in alter Schrift Gedanken und Weisheiten von der damaligen Zeit ablesen konnten. Schon kommen wir über die zweite, gedeckte Holzbrücke über die Sitter, diese wurde im Auftrage des Klosters St. Gallen im 18. J.H. erbaut, leider ist der Name des Erbauers nicht bekannt. Im Zusammenfluss Sitter und Urnäsch gelangen wir zum Kraftwerk Kubel, das erste in der Schweiz gebaute Speicherkraftwerk, das heute zur Spitzenlastabdeckung mit einer maximalen Leistung von 13,5 MW für den unregelmässigen Strombedarf dient.

Wir befinden uns im Sittertobel und über uns das Sitterviadukt mit seiner eindrücklichen Eisenkonstruktion, 1907 – 1910 erbaut, 365 Meter Lang und 100 m Höhe erreicht diese höchste normalspurige Eisenbahnbrücke Europas in Stein und Stahlkonstruktion.

Auf unserem weiteren Weg erkennen wir den SBB –Sitterviadukt und der Blick hinauf zeigt uns schon die Fürstenlandbrücke, die 1939 bis 1941 von Charles Chopard erbaut wurde. Die 60 Meter über das Sittertobel führende Autobrücke kostete 3,6 Millionen Franken. Diese Brücke ersetzte die Kräzernbrücke, die wir nach unserem Mittagshalt im oder neben dem Bachbett der Sitter überquert haben.

Wir sind auf dem St. Galler Brückenweg unterwegs und wandern insgesamt unter oder über acht Brücken auf dieser kurzen Strecke. Die „Ganggelibrogg“ möchte ich aber noch speziell erwähnen, mit einer Spannweite von knapp 66 Metern kann diese Hängebrücke 125 Personen tragen. Hergestellt wurde diese schöne Stahlkonstruktion von der Eisengiesserei Romanshorn und kostete damals 10’000 Franken. Diese Brücke überquert wiederum die Sitter, der wir nun folgen bis wir an unseren Ausgangsort Spisegg ankommen, da wo wir diese schönen Wanderwege abgelaufen sind.

Kaum an der Postautostelle angekommen, fährt uns der Postautokurs schon entgegen und nimmt uns mit auf den HB St. Gallen. Wir durften wieder einen  wunderschönen  Herbstwandertag mit Euch beiden Erleben, mit einem herzlichen Dankeschön verabschieden wir uns heute bis zum nächsten Mal.

Dorothée Schmiedehaus

Kosten:
Fr. 28.- ÖV und TL

Witterung:
Schöner Herbsttag und angenehme Temperatur

Besonderes:
aus dem Rucksack

Statistik:
Wanderung ca. 10 km / +150m / -323m / Zeit ca. 3h

Teilnehmende: 20 Teilnehmer