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134. Seniorenwanderung im Appenzellerland, 30. August 2019

Rundwanderung Heiden – Teufelskanzel – Chindlistei – Ebnet – Heiden

Zum heutigen Spätsommertag treffen sich 25 Senioren zur Wanderung. Der Tag beginnt sonnig und verspricht noch einmal warm zu werden. Mit dem Voralpenexpress erreichen wir St. Gallen und mit dem Postauto fahren wir über eine kurvenreiche Strecke zu unserem heutigen Ausgangspunkt, dem Kurort Heiden im Appenzellerland. Auf der Hinfahrt erblicken wir in der Ferne den Bodensee und das deutsche Ufer.

Vor der Kirche, auf dem Hauptplatz sind wir in der Dorfmitte von Heiden, das auf 802 Höhenmeter über dem Meer liegt und ohne Kurgäste 4200 Einwohner beherbergt. Im Jahr 1838 vernichtete ein Föhnsturm den Dorfkern, der in der Folge innerhalb von nur zwei Jahren wieder aufgebaut wurde, im damaligen Baustil von der Biedermeierzeit. Schon im Jahre 1860 war Heiden ein berühmter Kurort für die Molkenkur, die bis zum heutigen Tag ihre Anwendungen findet. Bemerkenswert für Heiden ist der Bau der einzigen, schweizerischen Zahnradbahn am Bodensee, im Jahre 1875, mit Anschluss an das schweizerische Schienennetz in Rorschach. Der Gründer des „Roten Kreuzes“ Henry Dunant, verbrachte seine letzten Lebensjahre von 1887 bis 1910 in Heiden, er starb am 30. Oktober 1910 in Heiden, wo heute ein Dunant-Museum an sein Lebenswerk erinnert.

Nach dem Morgenkaffee in der Cafeteria „Zum Glück“, verlassen wir den Dorfkern und begeben uns auf diese interessante Wanderung, die uns vertraut macht, mit den damaligen Sagen aus der Vergangenheit, die für die Menschen der damaligen Zeit von Bedeutung waren.

In stetigem Auf und Ab kommen wir zur Teufelskanzel und zum „Brocken“ im Volksmund als „Chindlistei“ bekannt. Es gibt verschiedene Sagen aus dieser Zeit, die alle nach einer Sinnsuche zu deuten sind, in der Steinzeit. In der Geobiologie wird diesem „Chindlistein“ ein erhöhtes Energiepotenzial zugeschrieben, als Kraftort, der seine Energie an die Umwelt abgibt. Das dürfte auch den Umstand erklären, dass die Menschen diesen Ort für Ihre Rituale aufgesucht haben. Spirituell gesehen, war es sicher auch ein Ort der Seelenwanderung für die damaligen Menschen, die ihnen auch im Alltag Halt versprach. Für uns war die herrliche Aussicht über das Appenzellerland bis hinaus über den Bodensee von größerer Bedeutung.

Unsere Mittagspause verbrachten wir an einer Feuerstelle unterwegs, um unsere mitgebrachte Wurst gemütlich zu verspeisen. Auf unserem Rückweg nach Heiden, machte uns die Wärme dieses Tages zu schaffen, müde aber zufrieden, haben wir diesen schönen Tag in einem Gartenrestaurant ausklingen lassen und unseren Durst gelöscht. Mit dem Postauto ging es wieder kurvenreich dem Bahnhof St. Gallen entgegen und im Zug Richtung Oberland fielen den müden Wanderern schon mal die Augendeckel zu.

Es war eine sehr schöne und interessante Wanderung. Herzlichen Dank Jörg und Linda für diesen schönen Tag im Appenzellerland.

Dorothée Schmiedehaus Bericht,
Jörg Rinderknecht Tourenleiter

Kosten:
30.00 Fr. inkl. TL

Witterung:
Sehr schöner und warmer Spätsommertag

Besonderes:
Verpflegung aus dem Rucksack

Statistik:
Wanderung ca.8.5km / +320m / -320m / Zeit ca. 3h

Teilnehmende:
25