Auf dem Pilgerweg von Wald nach Rüti · 10. Februar 2026
Nach kurzer Aufwärmpause im Zürihof Wald, entschliessen sich trotz leichtem Nieselregen, fünf Abgehärtete, mit mir hinunter nach Rüti zu laufen. Wobei tatsächlich einige meinen, es ginge nur hinunter, und sobald es ein wenig hinaufgeht meinen, das müsse der falsche Weg sein. Vorbei am Lozzimuseum, werfen wir einen kleinen Blick auf den Jonafall (kurz vor der Kläranlage), bevor wir gen Blattenbach hinaufwandern. Hier entlang führte einst die Hauptstrasse von Giswil via Pilgersteg nach Rapperswil. Die ehemalige Pilgerherberge „Zum Schwert“, mit ihren Sichtbalken, Sinnsprüchen und Ziehläden wurde zum Glück vor dem Verfall bewahrt. Als 1876 die Strasse nach Hinwil gebaut wurde, entzog man dem Schwert das Tavernenrecht, obwohl es ja nur wenige Schritte unter der neuen Strasse lag! Unterhalb befindet sich das aufzementierte Fundament eines Wohnturms oder einer Burg aus dem 12.Jahrhundert. Es ist anscheinend das einzige Fundament in der Schweiz in Form eines Fünfecks. Dann folgen wir weiter dem Pilgerweg, vorbei an einer alten Mostpresse. In einem kleinen Bauernhoflädeli erstehe ich „Kräutertee für Verliebte“. Zu Hause stelle ich fest, dass es sich um hundsgewöhnlichen, leicht überteuerten Pfefferminztee handelt.
Beim Nähmaschinenmuseum queren wir das Grundtal und laufen hinauf nach Oberfägswil. Auch hier ein Hinweis auf eine ehemalige Pilgerherberge. Beim schmalen Weg zum Niggitalgubel müssen wir mit einem umgestürzten Baum und seinen Ästen kämpfen. Später folgt eine etwas rutschige Stelle, aber man kann sich gut am Efeu festhalten. Wir werfen einen kurzen Blick auf den kleinen Wasserfall, bevor wir im Sturmschritt zum Bahnhof laufen.
12. Februar 2026 Tourenleiterin: Siegrid Faehre
Witterung:
Besser als vorhergesagt, anfangs etwas Regen, später immer mehr Licht- und Fernblicke
Statistik:
➚ 260 Hm ➘ 380 Hm ; 9.2 km ; 2.5 Std.
Teilnehmende:
5



