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Auf krummen Wegen von Luzern nach Willisau, 17. – 22. Mai 2019

1.Tag  Luzern-Krienseregg – Hergiswald – Eigenthal

Ueber die beiden hölzernen Reussbrücken mit ihren eindrücklichen Bildtafeln, vorbei am Nadelwehr, wo heute noch der Pegel des Vierwaldstättersees von Hand reguliert wird, geht es via Gütsch über heute leider nicht so aussichtsreiche Höhen und hinunter nach Kriens. Faul fahren wir mit Bähnli hinauf zur Krienseregg. Das gemütliche Chalet, in dem wir das Mittagessen geniessen, soll schon bald einem neuen Riesengebilde, auf asiatische Touristen ausgerichtet, Platz machen. Wir laufen zuerst gemütlich, dann über eine lange steile Treppe an kleinen Wasserfällen vorbei hinunter ins Tal. Nun hinauf über den Rosenkranzweg bis zur Wallfahrtskirche Hergiswald. In dieser Kirche aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts gibt es eine kreuzgewölbte Holzdecke mit 324 Holztafeln, die alle eine Tugend oder Eigenschaft Marias symbolisieren sollen (Ich wäre glaub schon mit dreien zufrieden!). Nach Einkehr im neu erbauten Pilgerrestaurant, geht es dann nach Eigenthal ins sanft renovierte alte Kurhaus „Hotel Hammer“. Die einen wälzen Bücher, fünf vergnügen sich beim „Hosen abe.“

2.Tag  Eigenthal – Malters – Werthenstein

Leider hat Evelyne ihr Knie überstrapaziert, folgt uns am 2.Tag noch mit Bus und Zug nach Malters und Werthenstein, muss aber dann abbrechen. Mist!!! Zu zweit geniessen wir ein Orgelkonzert, den üppig ausgemalten Kreuzgang und den tollen Rundblick vom Werthensteiner Klosterberg, während die „Kulturbanausen“ schon die Restaurantterrasse bevölkern.

3.Tag  Heiligkreuz – First – Flühli – Thorhaus

Mit OeV geht es nach Heiligkreuz. Besuch Restaurant First wird gestrichen, keine Sicht. Es gelingt uns noch, eine trockene Picknickpause einzulegen, bevor wir, vorbei an der wunderschönen Kneipp- Bade- und Bewegungsanlage Flühli und dem alten Wohnhaus der ehemaligen Glasfabrik Flühli ins Hotel Thorhaus flüchten. Zum tollen Essen wird uns noch Wein und Pommes spendiert, und der superfreundliche Wirt erfüllt uns jeden Sonderwunsch, obwohl er eigentlich frei hat!

4.Tag  Thorhaus – Schüpfheim – Trubschachen

Wetteralarm!!! Murgänge am Hilferenpass! Also laufen wir statt dessen auf dem zum Teil wildromantischen Emmenuferweg nach Schüpfheim. Drei nehmen den Bus. Leider muss uns jetzt auch Heidi wegen Knieproblemen verlassen. Wir restlichen nehmen nun den Zug nach Trubschachen und versuchen uns trockenzulegen. Zwei gehen zur Gratisdegustation bei Kambly mit 98 Sorten Gebäck. Die andern „schiebern“. Wir bekommen noch eine Privatführung im Theatersaal des ältesten Bären der Schweiz, im Dachgeschoss mit imposanter Holzkuppel.

5.Tag  Fankhaus – Napf – Luthern Bad

Von Fankhaus geht es mal steil, mal sanft hinauf. Es ist trocken. Neblig und wolkig, frei nach Heine: Viele Steine, müde Beine, Aussicht keine! Aber das Bergrestaurant ist geöffnet und wir gelangen sogar noch trocken nach Luthern Bad. Früher stiegen hier die Gichtkranken in Holzzuber, gefüllt mit dem Heilwasser der wundertätigen Quelle, die einst ein Aelpler ausgebuddelt hat, nachdem ihn die Madonna von Einsiedeln im Traum dazu aufforderte. Heute ist reger Wallfahrtsberieb bei Kirche, Kapelle und Gnadenbrünneli. Das neue Bad mit verschieden tiefen Kaltwasserbecken, indirekter Beleuchtung und Glaskuppel ist 24 Stunden geöffnet. Frotteetücher und Heilwasser sind käuflich zu erwerben.

6.Tag  Luthern Bad – Hergiswil – Willisau

Strahlende Sonne, es geht über den Höhenrücken nach Hergiswil ins Restaurant Chrüterchrüz und zum wunderschönen Altstadtplatz von Willisau. Er ist geschmückt mit siebeneckigen Brunnen und Blumenkübeln in Form von Willisauer Ringli. Wir geniessen das warme Wetter vor einer Chocolaterie bei kühlem Getränk und Glace, bevor die SBB uns wieder heimwärts transportiert. Nun haben wir sogar tolle Bergsicht!!

Ich habe das fröhliche Beisammensein und die Bewegung an der frischen Luft sehr genossen. Danke allen Mitwanderen für gute Laune, Ideen, Nachsicht mit mir und wünsche Evelyne und Heidi, dass sie bald wieder „Bäume ausreissen“ können!!

25.Mai Tourenleiterin: Siegrid Faehre

 

Witterung:
bedeckt, nass, wenig Sonne

Besonderes:
Touränderung erforderlich wegen Murgängen

Statistik:
ca 3000 Hm hinauf, 4200 hinab. Das Ungleichgewicht ergibt sich wegen dem Ausfall des Hilferenpasses.

Teilnehmende:
erst 8, dann 7, dann 6