Print Friendly, PDF & Email

Bergtour Wergenstein – Cufercalhütte – Andeer, 8./9. August 2018

Leider kann Richard die von ihm geplante und rekognoszierte Tour nicht selber leiten. So kommt es, dass ich auf dieser mir unbekannten Route mit 7 Teilnehmenden unterwegs bin.

Neben Karte, Höhenmesser und GPS-Gerät ist an diesen beiden Tagen der Regenradar von MeteoSwiss gefragt. Um 10:21 Uhr kommen wir in Wergenstein an und genehmigen uns einen Kaffee auf der Terrasse des Hotels Capricorns. Der Regenradar zeigt, dass ab 11 Uhr das Wetter bessern sollte. Aber genau zu unserem Startzeitpunkt beginnt es leicht zu regnen, zum Glück nur kurz, dann setzt sich für den ganzen Tag die Sonne durch. Der Aufstieg nach Dumagns und weiter, hoch über dem Wildbach Fundogn bis zur Alp Danis ist ziemlich schweisstreibend.

Die ersten Murmeltiere beobachten wir während dem Mittagshalt bei der Fundogn-Brücke. Ab Plan Cardaletsch öffnet sich der Blick auf die uns wenig bekannten Berge – wer kennt schon die Pizzas d’Anarosa? Nach dem Lai Pintg 2312m folgt ein steiler Anstieg zur gleichnamigen Farcletta 2590m, die wir um 15.50 Uhr erreichen. Ein kräftiger Wind lässt uns bald weitergehen, oder ist es das kühle Bier in der bereits in Sichtweite gelegenen Cufercalhütte?

Um 16.45 Uhr sind wir am Ziel, können unseren Durst löschen und noch kurze Zeit draussen an der Sonne sitzen. Um 18 Uhr wird ein feines 4-Gang-Menü serviert und dann geht’s los mit dem Kartenspiel „Hosenabe“.

Am Morgen meldet der Wetterbericht „ganze Schweiz schön“, aber hier regnet es und der Niederschlagsradar verspricht erst nach 9 Uhr eine Besserung. Die für heute geplante Tour über die Alperschällilücke mit dem Abstieg ins Safiental fällt ins Wasser, vor allem wegen der ausgesetzten Querung durch den Höllgraben. Das Hüttenwartpaar Renate und Guido schlagen uns als Alternative die Route zum Lai da Calandari und via Nera und Promischur nach Andeer vor. So machen wir es. Punkt 9 Uhr stoppt der Regen und wir verabschieden uns nach einem Gruppenfoto vor der Cufercalhütte. Der Übergang 2500m zum Lai da Calandari ist eine wilde, aber fantastische Steinlandschaft. Ab dem See folgen wir den rot-weissen Markierungen, die jedoch auf den Alpweiden nicht immer gut zu sehen sind. Ab Nera 2055m wandern wir weiter entlang von Alpweiden und später durch den Wald bis Promischur, wo wir uns auf die bequemen Bänke vor den Maiensässen zur Mittagsrast setzen.

Es folgt ein Stück geteerte Bergstrasse und dann der Abstieg auf dem Saumweg hinunter bis Andeer, wo wir um 14 Uhr ankommen. Nachdem der Kellner im Hotel Post sich bei allen fürs Trinkgeld mit den Worten „danke, s‘isch sehr nett vo Ihne“ bedankt hat, fahren wir mit dem übervollen Eilpostauto nach Chur und mit dem Regioexpress nach Hause.

Wir durften eine uns unbekannte Region kennenlernen, Richard, vielen Dank dafür.

  1. August 2018  Hansruedi Keller

Kosten:
öV: ca. Fr. 60.- (Halbtax) Halbpension Cufercalhütte: Fr. 71.- (SAC Fr. 61.-) TL-Beitrag Fr. 10.- Konsumation Hotel Capricorns, Cufercalhütte und Hotel Post extra.

Witterung:
Beide Tage beim Start etwas Regen, dann schön, auf den Farclettas ziemlich windig.

Statistik:
26.6 km; +1400/-1800 Hm; 10 Std.

Teilnehmende: 8