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Sonnen-(Nebel-)Plateau Oberhelfenschwil, 18. Dezember 2021

Oberhelfenschwil – Wigetshof – Ruine Rüdberg – Oberhelfenschwil 

Bei schönstem Sonnenwetter besteigen wir den Zug. Kurz hinter Wattwil, entgegen der Wettervorhersage, zäher Nebel. Egal, es tut der guten Laune keinen Abbruch. Wir wandern zuerst auf schmalem Teersträsslein, dann geht es ungepfadet Richtung Buchberg. Zwei nehmen dort eine Abkürzung via Tobelacker – Untergeissberg zum Restaurant.

Die andern stapfen weiter nach Wigetshof. Wir folgen nun der ehemaligen Talstrasse (im Mittelalter der einzige Verbindungsweg vom Toggenburg zum Bodensee). Der Weg wird schmaler und die Ruine Rüdberg auf der Anhöhe sichtbar. Hier fanden 1949 Raubgrabungen statt (ob erfolg­reich ist unbekannt). Danach machten sich Einheimische ans Werk. Nix Burg­schatz, aber so wurden die Grundmauern freigelegt und konserviert (archäologische Untersuchungen wurden keine gemacht). Oberhalb der Thur wandern wir durch kleinen Urwald, dann über offenes Gelände. Vor dem Bruederlitobel geht es dann etwas steiler und ungepfadet hinauf zum Geissberg (es kommt ein Telefon, die zwei Abkürzer können die Beiz nicht finden, aber man wird nun dort anrufen, und auf der Karte sei sie nicht eingezeichnet, was stimmt). Wir folgen nun dem gepfadeten Kneipp- und Neckiweg. Dann beäugt uns eine Kuhherde wie wir über und unter ein gespanntes Seil turnen. Es reisst schliesslich und wird notdürftig geflickt (wie wir später erfahren, ist es bei unsern beiden Vorläufern bereits gerissen, aha!)

Kurz darauf sitzen wir im Restaurant „Frohe Aussicht“ (diejenige auf den Säntis heute nur auf einem Wandgemälde). Das Essen ist köstlich, kleiner Preis, toller Service! Wir drohen wieder­zu­kom­men! Vorbei am Leichtwindrad auf dem Freudenberg und an liebevoll dekorierten Häuschen kommen wir wieder nach Oberhelfenschwil.

Die Wartezeit verkürzen wir uns im Solebadcafé. Ein Stück Wähe wird versehentlich tiefgefroren serviert (kam dann noch in die Mikrowelle und wurde nicht verrechnet.) Auf der Heimfahrt, ab Lichten­steig wunderschöne sonnige Abendstimmung. Danke an die aufgestellten Mitwande­rer, die mich mit ihrer guten Laune für die entgangenen Weitblicke hinreichend entschädigt haben!

Tourenleiterin: Siegrid Faehre

Witterung:
neblig, Minustemperaturen

Besonderes:
Wir haben wohl das einzige Gebiet bewandert, wo heute Nebel ist. Wir be­kommen Handygrüsse aus dem sonnigen Bubikon, von strahlend schönem Wetter auf der Scheidegg und im Tösstal, gemein!

Statistik:
+/-540 Hm, 11.2 km, 3.5 Std

Teilnehmende: 9