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Tour des Muverans, 6. – 9. Juli 2022

Tag 1 Jorasse – Cab. Rambert

Tag 2 Cab. Rambert – Ref. Giacomini

Tag 3 Ref. Giacomini – Cab. La Tourche

Tag 4  Cab. La Tourche  – Jorasse

Bericht

Mittwoch, 6. Juli

Anreise über Zürich-Bern-Visp-Riddes-Ovronnaz und mit der Seilbahn nach Jorasse. Aufstieg zur Cabane Rambert 2584müM. Zeit: gut 2,5h, 770 Höhenmeter. Wir werden von einem freundlichen Hüttenwart, weidenden Steinböcken und einer grandiosen Aussicht begrüsst. Der Blick geht vom Monte Rosa Massiv über den Grand Combin bis zum Mont Blanc.

Donnerstag, 7.Juli

Abstieg auf 2387m und anschliessend steiler Aufstieg zur Col de la Forcle 2553m. Abstieg über ein Schneefeld – kümmerlicher Rest des einstigen Glacier de la Forcle – und vorbei am Lac de la Forcle. Langer Abstieg mit Zwischenhalt zum Lac de Derborence auf 1464m. Nach der Mittagsrast geht’s wieder aufwärts und über den Pas de Cheville mit 2038m und weiter hinunter nach Anzeinde zum Refuge Giacomini auf 1877m. Das Refuge bietet winzige, überteuerte Zimmer, gutes Essen in heimeliger Atmosphäre, eine warme Dusche und Frühstück ab 8 Uhr. Aber da wollten wir längst unterwegs sein! Wanderzeit heute: über 6 Stunden.

Freitag, 8. Juli

Uns steht ein langer Tag bevor. Wir rechnen mit mehr als 8h Gehzeit. Wir starten mit dem Aufstieg zum Col des Essets 2029mund dem anschliessenden Abstieg über die Alp La Varre nach Pont de Nant 1253m. Oberhalb La Varre werden wir von weidenden Gämsen überrascht. Nach verdienter Stärkung in Pont de Nant wandern wir taleinwärts und gemächlich aufwärts bis auf 1665m. Jetzt wird es steil und gute 1000 Meter höher, stehen wir erschöpft auf dem 2611 Meter hohen Col des Martinets. Wir sehen von hier nicht nur den Genfersee, sondern auch die 400 Meter tiefer gelegene Cabane La Tourche. Erst geht es aber noch auf einem Band hinüber zum Col des Perris Blancs 2544m. Der steile Abstieg zur Hütte geht nochmals in die Knochen und Gelenke. Nach über 8 Stunden erreichen wir die Hütte. Der ehemalige Alpstall wurde durch eine moderne Hütte mit Panoramafenstern ersetzt. Geblieben ist die unvergleichliche Aussicht auf Genfersee, Rhonetal, Dents du Midi und Mont Blanc. Nach insgesamt 1700m Auf- und 1400m Abstieg sind wir doch etwas erschöpft.

Samstag, 9. Juli

Auf altem Militärsträsschen geht es auf wunderschöner Panoramaroute nach Rionda. Hier entscheide ich mich nicht für die obere, spektakuläre aber sehr ausgesetzte Route, sondern für den Normalweg hinunter nach L’Au d’Arbignon auf 1649m und über Chalet Neuf. Für den Ab- und Aufstieg werden wir mit kühlen Wäldern und einem Kaffee beim Chalet Neuf entschädigt. Auf dem Col du Demècre 2359m tanken wir Energie aus dem Rucksack bevor wir hinuntersteigen zum Lac de Fully auf rund 2130m und den letzten grösseren Anstieg zum Col de Fenestral 2454m in Angriff nehmen. Wie ein Adlerhorst klebt die gleichnamige neue Hütte am Pass. Wir geniessen unser Picknick und ein kühles Panaché und nehmen dann den letzten Teil zur Seilbahn bei Jorasse unter die Füsse. Auch heute haben wir 1200 Höhenmeter bewältigt und unsere Füsse haben uns um die 7 Stunden getragen. Mit kühlem Weisswein hat uns Hermann die Reise im übervollen IC von Visp nach Zürich «versüsst». Ein toller Abschluss für vier strenge, herrliche, blumige und aussichtsreiche Tage.

  1. Juli 2022 Tourenleiterin: Erika Senn

Witterung:
sonnig und angenehm. Für Juli gute Fernsicht.

Besonderes/Statistik:
Wir sind in 4 Tagen mehr als 56 Kilometer in stetigem Auf und Ab über 7 Pässe gewandert, sind insgesamt rund 4550 Meter hochgestiegen und haben in allen Himmelsrichtungen einen faszinierenden Horizont bewundert.

Teilnehmende: 7 inkl. Tourenleiterin