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Wanderwoche Bivio, Residenza Plaz, 10. – 17. August 2019

1.Tag Wanderung Bivio – Marmorerastausee – Sur – Stausee
I
m munteren Auf und Ab geht es über Weiden, vorbei an kleinen Alpdörfchen zu einer Mittagsrast mit schönem Blick Richtung Julier. Eine kleine Alp lädt später zum Kaffee. Auf der Staumauer pustet es mächtig. Wir verschwinden schleunigst im Wald. Nach kurzer Rast in Sufers geht es auf der Passstrassenseite zurück zu Staumauer und Bus.

2.Tag Bivio – Kanonensattel – Alp Flix – Sur
Trotz guter Wettervorhersage sieht man die Hand vor Augen nicht. Die Vorhut verspricht beim Abzweig zu warten, aber da ist niemand. Wenig später möchte ich auf die Nachzügler warten, aber die erscheinen auch nicht. Nach Mittagsrast auf sonnigem Stein entscheide ich mich, im grossen Bogen auf den Kanonensattel zu laufen. Frei umher springende wunderschöne Pferde begleiten uns ein Stück, werden abgelöst von Geissen und Kühen. Wir queren eine blühende Moor- und Heidelandschaft, viel Wollgras, Orchideen, später Erika und Arnika­wiesen erfreuen das Auge. Kurz vor dem Kanonensattel Donnerschlag und Blitz. Inzwischen habe ich erfahren – nach einigen vergeblichen Anrufversuchen in Funk
löchern – dass die Vorhut über den steilen Weg trocken angekommen ist. Die Nachhut hat den Sattel umgangen, wie es eigentlich geplant war. Total durchweicht fahren wir um 15 Uhr talwärts, wo sich das Grüppli in Sur wieder findet.

3.Tag St.Moritz Bad – Stazer Alp – Mili-Weber-Haus – St. Moritz
Wir fliehen aus dem Nebel in die Engadiner Sonne. Durch Wald und Hochmoor geht es zum Mittagessen auf die Seeterrasse zum Stazer See. Dann zum Mili-Weber-Haus. Es ist für mich ein Gesamtkunstwerk, dies originelle Haus, die etwas kindlichen, farbigen, aber niemals grellen Malereien, die handgefertigten riesigen Puppenstuben, aus Natur- und Wegwerfmaterial gefertigt. Ich entdecke z.B. eine Stubenlampe aus 1.Augustplaketten. Soviel Ideen, soviel Liebe zum Detail! Kann es schlecht beschreiben, aber alle scheinen beeindruckt.

4.Tag Tinizong Riom, Besichtigung Haus Carisch und Atelier Pösch
Heute ist Superwetter. Wir fahren nach Tinizong und laufen via Badesee, dann etwas ungeplant holperig, zur Burg Riom. Nach der Mittagsrast erkunden wir die oberen Räume des ehemaligen Hotels Carisch. Hier kann man im Zusammenhang mit der einst geplanten Septimer-Bahnlinie die tollsten Visionen für den Ort Riom bestaunen: Riesenbahnhof nach Pariser Vorbild, opulentes Gemeindehaus, davor Marktplatz mit Denkmal etc. Doch dann bekam die Albulalinie den Vorrang und die verwegenen Pläne verschwanden in den Schubladen, bzw. die aufwendigen Modelle auf dem Estrich. Auch im Textilatelier Pösch im bunten Haus am Dorfplatz erfährt man viel Geschichte, bestaunt alte Kleider und besucht die Räume, wo im Rahmen des Origen-Programms aus heimischer Schafwolle Bettzeug gefertigt wird, wie auch andere Kunstgegenstände aus Material aus der Gegend. Beladen mit Kissen, Seifen, Gutzli, Karten geht es dann heimwärts.

5.Tag Stallerberg bzw. Somtgant – fast Alp Foppa – Somtgant

Zwei lassen sich auf dem Stallerberg den Wind um die Ohren wehen, die anderen versinken dermassen im Matsch, dass man sich zur Umkehr entschliesst. Aber Wetter, Sicht und ein köstliches Zvieri auf der Sonnenterasse trösten uns.

6.Tag Julierpass, die Angeschlagenen spazieren auf der Alp Flix                                 Einer startet zu einer Privattour über Fuorcla digl Leget und Julierpass. Die anderen verbringen den Tag mit Spaziergang, Einkäufen, Hundebad und ausgezeichnetem Mittagessen auf der Alp Flix. Wieder hinunter zum, von der Aelplerin selbst gebackenem Kuchen bei der „Jausenstation“, und nach Bivio.

7.Tag Heimreise mit Hindernissen
Reifenpanne, Portemonaieverlust, (wurde von liebem Finder wieder zugesandt!) Deshalb blieb einem Grüppli noch Zeit, kurz die Juliaschlucht zu erkunden.

Tourenleiterin: Siegrid Faehre 27. August 2018

Witterung:
Sonne, Nebel, Regen, Gewitter

Besonderes:
Leider zum Teil angeschlagene Gäste, deshalb habe ich mich um leichtere Touren bemüht.
Ansonsten haben wir geschiebert, Skat und Rummycup gespielt.

Statistik:
keine erstellt (war individuell ziemlich verschieden)

Teilnehmende:
6 Personen