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Velotage im Tessin 28. bis 30. Mai 2018

Im Tessin startete der Montagmorgen so regnerisch, dass es unmöglich war mit dem Fahrrad von Gudo nach Bellinzona zu fahren. So nahmen Andreas und ich das Auto bis Bellinzona und stiegen dann samt Fahrrad in den Zug nach Airolo. Dort erwarteten wir die übrigen Teilnehmer unserer Velotage. Sie waren aus der sonnigen Deutschschweiz angereist und standen etwas ratlos neben ihren Fahrrädern unter den Regenwolken am Bahnhof in Airolo. Der Fahrradverlad hatte übrigens nicht geklappt. Dieser wäre nur zu einem bedienten Bahnhof möglich gewesen und so reisten alle mit dem Fahrrad.

Der Wettergott meinte es dann aber doch noch gut mit uns. Die Fahrt durch die Leventina hinunter nach Bellinzona und von dort in die Magadinoebene und nach Gudo verlief «trocken». Zum Pick-Nick in Giornico schien sogar die Sonne. Die rund 70km lange Fahrt verlief abwechslungsreich einmal durch Wiesen, dann durch Wälder und entlang des Ticino. Auch die Stücke auf der Kantonsstrasse waren angenehm, der Verkehr sehr mässig. In Bellinzona genossen wir auf der Piazza einen wohlverdienten Apérol Spritz. Nachtessen gab es später im Restaurant des Camping Isola in Gudo und auf dem anschliessenden Rückweg wurde die Gruppe von Tausenden von Glühwürmchen begleitet.

In der Nacht trommelte der Regen auf das Dach und der Dienstagmorgen begann regnerisch. Um 9 Uhr hätte uns ein Taxi zum Verzasca Staudamm hinaufbringen sollen, von wo wir auf eine Tour ins Verzascatal starten wollten. Daran war aber eigentlich nicht zu denken und dankbar nahmen wir das Angebot des Taxifahrers die Fahrt zu annullieren an. Etwas später starteten wir in Richtung Locarno und Maggiatal wobei uns immer wieder einsetzende kleine Schauer nicht weiter störten. Wir fuhren durch Avegno, an der hübschen Kirche, den gepflegten Steindächern und einem speziellen Wandgemälde mit Tiger und Löwe vorbei. Im antiken Grotto Mai Morire, ausgangs Dorf, gab es Mittagessen. Polenta mit Voressen wurde angeboten. Wir langten kräftig zu, denn Fahrrad fahren macht hungrig. Irgendwann hörte dann der Regen auf und wir starteten zurück nach Locarno. Das Wetter wurde immer besser, die Laune war gut und so nahmen wir den Aufstieg zum Monte Verità in Angriff, dies nachdem ein platter Reifen allen nochmals zu einer Verschnaufpause verholfen hatte. Hoch über dem Lago Maggiore führte uns anschliessend eine kaum befahrene Strasse nach Ronco s/Ascona und mit rassiger Abfahrt hinunter zum See. Leider auf verkehrsreicher Strasse, ging die Fahrt zurück nach Ascona. Hier an der wunderschönen Seepromenade schalteten wir nochmals einen Halt ein, assen Eis, schlenderten durch den Trödlermarkt, sassen am See oder nahmen einen Apéro bevor wir wieder nach Gudo zurückradelten. Bei Erika und Andreas auf dem Campingplatz gab es Raclette und wir verbrachten einen gemütlichen Abend und liessen Anni, die Geburtstag hatte, hochleben.

Während der ganzen Zeit war das Wetter auf der Alpennordseite besser und Paul hatte die Idee, dass man am Mittwoch doch in Bellinzona in den Zug nach Göschenen steigen könnte um dann auf der Nordseite wiederum hinunterzufahren. Die Idee schien logisch und deshalb war gesagt getan. Andreas und ich begleiteten die Gruppe bis Bellinzona und vergewisserten uns, dass auch alle den Zug erwischten. Einige Stunden später erreichte uns ein Bild von einer gutgelaunten Truppe auf dem Schiff. Sie seien mit viel Rückenwind das Reusstal hinunter gesaust und hätten in Flüelen das Schiff genommen. So fanden die Tessiner Velotage mit dieser sinnvollen Programmänderung einen attraktiven Abschluss.

  1. Juni 2018 Tourenleiterin: Erika Senn

Witterung:
regnerisch – gewitterhaft bis schön und warm

Besonderes:
die angekündigten Gewitter und Regenschauer finden nicht nach Plan statt. Die durch eine weitere Velo- und eine zusätzliche Schifffahrt bereicherte Rückfahrt ist eine tolle Zugabe.

TeilnehmerInnen: 10