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Guarda – Tuoi – Ardez, 25. – 27. August 2022

Tag 1
Anreise über Päffikon (SZ) Lanquart durch den Vereina mit RhB und Klein-Postauto nach Guarda. Start um 12.15 Uhr bei schönstem Wetter. Bei der ersten Bank machten wir Mittagsrast, denn ich wusste, dass es auch die Letzte war. Danach folgte der kurze Abstieg ins Val Tuoi. Nach der Clozza Querung hiess es den Hüttenaufstieg unter die Füsse zu nehmen. Es wurde steiler und heisser. Der Schweiss lief. Unter den letzten schatten­spendenden Lärchen machten wir Rast, bevor wie die zweite Hälfte bei heftigem Gegenwind in Angriff nahmen. Kurz vor der Hütte wurden wir von einer Geissen-Herde beinahe überrannt. Gemäss ihrer Begleiterin waren es 95 an der Zahl. Kurz vor 16.00 Uhr war das Tagesziel erreicht. Anmelden, Zimmerbezug (zu fünft in einem 14er Schlag, welch Luxus) und Durst löschen war jetzt angesagt. Nachtessen 18.30 Uhr (Pizzoccheri) und wie üblich um 22.00 Uhr Glieder strecken.

Tag 2
Wir hatten es nicht eilig. Nach dem Frühstück machten wir uns um 09.00 Uhr wieder auf die Socken, zum Tagesziel Lai Blau. Zuerst hiess es gute 200 Höhenmeter zu vernichten bis Geissen-Alp Suot. Danach folgen gute 600 Meter Aufstieg via Alp Marangun zum Lai Blau. Da es wieder sehr warm wurde, sahen sich einige veranlasst, bei der ersten Rast die Hosenbeine zu demontieren. Da wir gut voran­kamen, liessen wir den Blausee zuerst links liegen und machten uns auf die Suche nach dem Lai Grisch den wir auf Umwegen in weglosem Gelände dann auch fanden. Eine interessante Fauna fanden wir vor, die eifrig fotografiert wurde. Nach kurzem Abstieg rasteten wir oberhalb des Blausees. Den teils ausgesetzten Rückweg brachten wir problemlos hinter uns. Dabei setzten sich auch immer wieder Murmeltiere vor unsere Linsen. In der Hütte angekommen gleiches Prozedere wie am Vortag. Die Zeit reichte auch noch für ein Erfrischungsbad in der Tal-Sohle.
Nachtessen: Polenta mit Rindsvoressen. (super) Danach Abrechnen und ab in die Federn. Um 22.30 Uhr setzte unüberhörbar Regen ein. Aber was Solls.

Tag 3
Trist, nass und neblig begrüsste uns der Tag. Nach dem Hüttenwart sollte es besser werden. Die Tatsachen hiessen anders. Nieselregen und Nebel begleiteten uns auf dem ganzen Aufstieg zur Furcletta (2730m ü.M.) Der Weg war nicht immer einfach zu finden in diesen Geröllhalden. Auf dem Grat machte ein Steinbock auf sich aufmerksam. Nach 1 ½ St. war der Höhepunkt (metermässig) der dreitägigen Tour erreicht. Nach kurzer Rast begann der Abstieg über eine sehr steile und heikle Flanke. Und wieder begann die Suche nach dem besten Weg durch die Blocksteinfelder. Endlich hörte der Nieselregen auf, so dass eine Rast auch im Sitzen wieder möglich war. Die Entscheidung auf der Alp Valmala den Weg Richtung Ftan oder Ardez einzuschlagen, nahm uns der Nebel ab, der aus dem Unterengadin ins Val Tasna drückte. So steuerten wir auf dem unterengadiner Höhenweg Ardez an. Es setzte wieder Nieselregen ein, so dass die Mittagsrast nur kurz ausfiel. Dadurch erreichten wir in Ardez den Zug eine Stunde früher als geplant. Bevor wir um 14.48 Uhr den Zug bestiegen, wurde beim Bahnhof noch das Burelädeli gestürmt. Die Heimreise erfolgte auf der gleichen Route wie die Anreise.

Statistik:
5 Teilnehmer inkl. der Schreibende.

Wetter:
Ganze Palette, viel Gegenwind.

Kosten:
Bahn ca. Fr.65.- ½ Tax,
Tourenleiterbeitrag Fr. 15.-
Halbpension Hütte 2 Nächte à Fr. 71.-

Total zurückgelegte Meter:
Tag 1: 7600m, 710m Auf- und 110m Abstieg, 3 Std.
Tag 2: 10500m, 700m Auf- und 700m Abstieg, 4¼ Std.
Tag 3: 16200m, 725m Auf- und 1540m Abstieg, 5¾ Std.

Hombrechtikon 31.8.2022
Der Tourenleiter Richard Bieri