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Wanderung Über dem Nebel, 5. November 2022

Die Wanderung war ursprünglich von Siegrid Faehre geplant und dann an Brigitta Huber übergeben worden. Diese konnte sie krankheitshalber nicht durchführen, weshalb der Unterzeichner eingesprungen ist.

Das Motto „Über dem Nebel“ wurde heute wohl ersetzt, vormittags durch „In Nebel und Regen“, nachmittags durch „Unter Nebelwolken“.

Am Albispass angekommen präsentieren sich Himmel und Umgebung als ein einziges Nebelmeer, die Nässe kommt als Landregen herunter, und der Wind ist frischer als erwartet. Das Restaurant Albis ist aber geöffnet mit Kaffee und Gipfeli und stärkt unsere Moral. Der Abmarsch folgt dann mit 1 Schirm und einigen Regencapes. Der Weg über den Albisrücken ist leicht zu laufen, geht immer geradeaus, mal eben, mal aufwärts. Wir kommen am Hochwacht-Turm mit Feuerstelle vorbei, den heute trotz Trinkpause niemand besteigen will – der Nebel wird oben nicht weniger dicht sein als unten… Aufwärts zu den Überresten der Schnabelburg, hinunter zur Schnabellücke und wieder aufwärts kommen wir zum Bürglen, mit 915 m dem höchsten Punkt der Albiskette. Der Weg führt jetzt gleichmässiger leicht abwärts, der Regen lässt nach, und das braune Herbstlaub unter den Füssen raschelt in der Nässe zwar nicht, lässt aber die Schritte weich federn. Gerade als wir uns fragen „wie lange geht’s noch“ taucht im Nebelweiss die Silhouette eines Hauses vor uns auf – das Bergrestaurant Albishorn. Drinnen gibt es viel Platz, wir kommen an einem einzigen grossen Tisch unter und haben reichlich Zeit für einen ausgiebigen Z’mittag mit Dessert und Kaffee.

Am Nachmittag werden wir etwas länger unterwegs sein als am Morgen. Der Weg ist zwar nicht kinderwagentauglich, aber doch gut zu laufen, oft grasbewachsen, und immer wieder auf längeren Strecken begleitet uns Wald. In der Ferne sieht man den Zugersee. Die Gruppe ist meist weit auseinandergezogen unterwegs, aber das Ziel ist klar kommuniziert, und immer wieder warten die Schnelleren auf die Letzten, so dass es nie Verirrungen gibt. Kurz bevor wir unseren Richtungs-Umkehrpunkt, den Schweikhof, erreichen, entdecken wir am Himmel eine „Störung“: einen blauen Fleck, der langsam grösser wird… Der alte Schweikhof-Riegelbau reizt einige zum Fotografieren, die neuere Besenbeiz beachten wir für einmal nicht. Der folgende Weg über Husertal – Albisbrunn nach Hausen a/Albis führt meist durch Wiesland, wir kommen an Schottischen Hochlandrindern mit ihren furchterregend ausladenden Hörnern und an einer Herde Walliser Schwarzhalsziegen vorbei, entdecken auch noch mehrere sehenswerte Riegelhäuser. Schliesslich Ankunft in in Hausen, Ortskundige weisen den nächsten Weg zur Post, und dort wartet bereits ein Bus, der uns nach Affoltern a/Albis zur S5 und damit zum schnellsten Weg heimwärts bringt.

Résumé: Alle zufrieden und gut z’wäg.

  1. November 2022 Otto Schulz

Witterung:
Nebel, erste 2 Std. leichter Regen, dann wolkig, gegen Ende der Wanderung einzelne „Sonnenlöcher“

Statistik:
+368/-548 Hm, 12 km, Wanderzeit 3 h 45 min

Teilnehmende: 8